Teilprojekt 3

Konzeption und Erprobung alternativer Formen der Evaluation in Studiengängen mit kleinen, besonderen Lehr- und Lernformaten bzw. kleinen Gruppengrößen

 

Ausgangslage

Lehrevaluation ist ein zentraler Bestandteil der Qualitätssicherung an Hochschulen. In der Regel werden standardisierte quantitative Formate eingesetzt, die sich u. a. mit Fragen zur didaktischen Umsetzung, zur Betreuung und zu den organisatorischen Rahmenbedingungen der Veranstaltung befassen. Dieses Vorgehen stößt jedoch dort an seine Grenzen, wo Teilnehmer/-innenzahlen eine valide statistische Auswertung nicht zulassen oder künstlerische Fächer sich nur unzureichend abbilden lassen. Um diesen Defiziten zu begegnen, können gezielt qualitative Formate als Alternative eingesetzt werden, die überall dort greifen, wo eine statistische Auswertung nicht sinnvoll erscheint.

 

Projektvorhaben

Im Rahmen des Projektes wurden entsprechende Methoden recherchiert, an die Bedürfnisse der Hochschulen angepasst und in einer qualifizierten Methodensammlung zusammengeführt. Ein großer Teil der Formate wurde im realen Lehrbetrieb an allen drei teilnehmenden Hochschulen getestet und zusätzlich mit einem Erfahrungsbericht untersetzt.

Die Methodensammlung und der Erfahrungsbericht wurden in vier hochschulöffentlichen Workshops vorgestellt, um Partner/-innen auf Seiten der Lehrenden zu gewinnen. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit wurde zudem ein Qualifikationsprogramm für studentische Evaluator/-innen entwickelt. Diese sollen Lehrende zukünftig bei qualitativen Evaluationsverfahren unterstützen.

 

Ergebnisse

Durch die bisherige Anwendung der qualitativen Methoden sowie die Durchführung von Workshops konnten neue Impulse gesetzt und konnte auf breiter Ebene für das Thema Qualitätssicherung sensibilisiert werden. Zudem fand eine Professionalisierung der eingebundenen Mitarbeitenden und Studierenden statt. Diese positiven Entwicklungen werden sich mit der beständigen Anwendung der Methodensammlung auch zukünftig fortsetzen.

Da die studentischen Evaluator/-innen nur eine begrenzte Zeit an der Hochschule zur Verfügung stehen, wird es immer wieder nötig sein, neue Studierende zu schulen, damit das Angebot an qualitativen Evaluationen gewährleistet bleibt. Einer Ausweitung dieses Angebots auf alle Hochschulen des Netzwerks steht nichts im Weg. Im Laufe des Jahres 2016 wird die Methodensammlung auch über einen Verlag publiziert.