Teilprojekt 2

Entwicklung von Strategien und Verfahren zur Schließung des Qualitätsregelkreises im Umgang mit Evaluationsergebnissen

 

Ausgangslage

Qualitätsmanagementsysteme (QM-Systeme) basieren auf dem klassischen Qualitätsregelkreis-Modell nach Deming/Shewhart, das vier Phasen unterscheidet:

 

            1.) Plan:        Planung und Konzeption

            2.) Do:           Durchführung und Umsetzung

            3.) Check:      Überprüfung der Durchführung

            4.) Act:           Ergebnisauswertung/Feststellen von Verbesserungsmöglichkeiten und                                               Ableitung von Maßnahmen („Schließen des Regelkreises“)

 

Die Implementierung der Regelkreise und deren dauerhafter Betrieb sind keine Einzelleistungen, sondern ineinandergreifende Aktivitäten von Wissenschaftler/-innen, Studierenden und Verwaltungsmitarbeiter/-innen in unterschiedlichen Hochschulbereichen. Das Schließen des Regelkreises (Act) gehört zu den größten Herausforderungen von Peer Reviews bzw. von Evaluationsverfahren als zentralem Bestandteil der Qualitätssicherung an Hochschulen.

 

Projektbeschreibung

Um im Rahmen des Projektes Strategien und Verfahren (weiter) zu entwickeln, wurden die bestehenden Feedbackmechanismen im Umgang mit Evaluationsergebnissen an den beteiligten Hochschulen erfasst, um Best-Practice-Methoden im Hochschulbereich ergänzt und zu einem Verfahrenskatalog zusammengefasst. Anschließend wurden unter der Mitwirkung von Studierenden und der Beteiligung aller Thüringer Hochschulen Hemmnisse und befördernde Faktoren zur Maßnahmenentwicklung für ausgewählte Verfahren herausgearbeitet. Die Ergebnisse wurden in einer Umsetzungsmatrix zusammengeführt, die zukünftig die zuständigen Verantwortlichen auf den verschiedenen Ebenen in Studium und Lehre beim Ableiten von Handlungsempfehlungen zur Schließung der Qualitätsregelkreise für die unterschiedlichen Statusgruppen unterstützt.

 

Ergebnisse

Der erarbeitete Verfahrenskatalog umfasst 23 Feedbackformate, davon 6 auf Lehrveranstaltungsebene, 4 auf Modulebene, 2 auf Studiengangsebene, 4 auf Fakultätsebene und 7 auf Hochschulebene. Dabei ermöglicht er die Darstellung von Zielen, Akteuren, Prozessverantwortung, Vorgehen, Kontrollverantwortung, Datengrundlage und Dokumentationsformaten.

Die erarbeiteten Ergebnisse haben das Potenzial, qualitätssichernde Routinen an den Hochschulen zu überarbeiten, weiter zu entwickeln und zu ergänzen. Bei der Neueinführung von Lehrveranstaltungen, Modulen etc. bildet der erarbeitete Verfahrenskatalog einen Leitfaden für Beratungsprozesse bezogen auf die Etablierung eines differenzierten Sets von Qualitätsroutinen.